Jamie Lawson überzeugt auf ganzer Linie in ausverkauftem Kölner Gloria-Thater

Wirklich überrascht hat mich Jamie Lawsons Konzert im Gloria in Köln am vergangenen Dienstag! Positiv überrascht natürlich. Er ist ein englischer Singer-Songwriter und ist gemeinsam mit seiner auf Tour in Deutschland, die heute Abend in Frankfurt endet. Dass ich mich sehr auf seine Headline-Tour gefreut habe, konntet ihr hier schon mal lesen. Ich war als sehr gespannt und voller Vorfreude. Hier kommt mein persönlicher Konzertbericht.

Zum ersten Mal in meiner Konzertgänger-Karriere bin ich an der Location angekommen, als die Türen bereits geöffnet waren. Der Grund war simpel: Ich hatte an diesem Tag wirklich überhaupt keine Lust, in der Kälte anzustehen. Ich hatte mir vorgenommen, bei diesem Konzert einfach mal nur zuzuhören und mitzusingen und ich nicht unbedingt viel von der Bühne sehen musste. Das Glück war aber auf unserer Seite und wir standen ganz hinten erhöht. Super Blick auf die Bühne. Und ein kleiner Blick hinter die Kulissen, da das Lichtpult direkt vor uns aufgestellt war. (Stellte sich zwar später als nicht ganz optimal heraus, da wir davon zu Beginn etwas geblendet wurden, aber es war trotzdem super.)

Jamie Lawson-Konzert
Jamie Lawson spielte mit seiner Band im ausverkauften Gloria-Theater in Köln.

Das Überraschende für mich war tatsächlich Jamie Lawsons großes Selbstbewusstsein auf der Bühne. Bisher habe ich ihn vier Mal als Support für Ed Sheeran und James Blunt gesehen. Jeweils vielleicht 15 bis 25 Minuten vor einem Publikum, das nicht hauptsächlich wegen ihm da war. Jetzt waren aber alle Menschen im ausverkauften Gloria-Theater wegen ihm und seiner Musik da. Und diese Energie, die er dadurch scheinbar bekommen hat, hat er direkt in seinen Auftritt übertragen. Bisher hab ich ihn noch nie so locker erzählend und Witze erzählend gesehen.

Jamie Lawson steht mit viel Freude auf der Bühne

Während des Konzerts stand der Singer-Songwriter natürlich meistens hinter seiner Gitarre, so kennt man ihn. Doch die Band ermöglichte es ihm auch, die Gitarre einfach mal wegzulegen und mit dem Mikrofon in der Hand am vorderen Rand der Bühne herzulaufen, zu singen und direkt mit dem Publikum zu interagieren. Ganz klarer Publikumsliebling an diesem Abend: Sein Song „Wasn’t Expecting This“, den wohl jeder aus dem Radio kennt. Alle Smartphones schnellten zu Beginn des Lieds natürlich in die Höhe, um zu filmen.

Neben seinen Hits wie „Can’t See Straight“ oder „Ahead Of Myself“, spielte er viele Songs seines neuen Albums „Happy Accidents“ aber auch der Vorgängerplatten. Berührt hat mich vor allem „Sing To The River“, ein Lied über den frühen Verlust seines Vaters. Mit viel englischem Humor, Charme und sichtlich viel Freude gestaltete der Sänger das Konzert wirklich schön. Es gab nicht viel Drumherum, keine allzu großen Geschichten, dafür umso mehr Musik.

Vorsänger war der Däne Henrik Irgens, der auch während des Konzerts am Bass stand und eine der Backing Vocals für Jamie Lawson war. Super angenehme Stimme. Im Anschluss habe ich am Merchstand direkt seine CD gekauft. Eins muss ich dazu aber noch sagen: Besonders an die angetrunkenen Damen neben mir, bei denen ich mich auch während Henriks Auftritt beschwert hab: Es ist nicht cool oder für andere Konzertbesucher in irgendeiner Weise angenehm, wenn durchgängig geredet, laut (!) gelacht und über den Sänger auf der Bühne gelästert wird. Nur so als Tipp für die Zukunft.

Ansonsten ein durchweg schönes Konzert! Auf der nächsten Tour bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Hast Du Jamie Lawson oder Henrik Irgens auch schon mal live erlebt? Wie hat Dir der Auftritt gefallen? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schreibe einen Kommentar